Vom 19. bis 22. Juni 2025 reiste der Lions Club Bonn-Rheinaue nach Hamburg – und erlebte eine Stadt, die kaum Wünsche offenlässt: maritimes Flair, Weltklasse-Industrie, lebendige Geschichte und viel Lions-Geselligkeit.
Mit dem ICE in den Norden
Klimaschonend und entspannt starteten wir gemeinsam per ICE von Köln aus – gut vier Stunden Bahnfahrt, die bereits zur Einstimmung auf die Reise wurden. Ankunft am Bahnhof Hamburg-Dammtor, dann per Bus ins Hotel the niu Bricks in Eppendorf, unserem Quartier für die nächsten Tage.
Donnerstag: HafenCity und Abend an der Elbe
Den ersten Nachmittag nutzten wir für einen gemeinsamen Spaziergang durch die HafenCity – Europas größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt. Moderne Architektur, Elbphilharmonie, das pulsierende Überseequartier: Hamburg zeigt hier, wie Stadtentwicklung im großen Maßstab aussehen kann.
Den Abend verbrachten wir stilecht auf dem Wasser: Per Hafenfähre ging es nach Teufelsbrück, wo uns im Restaurant Engel von TV-Koch Tarik Rose ein Abendessen direkt an der Elbe erwartete – mit Blick auf die vorbeiziehenden Schiffe, besser geht es kaum.
Freitag: Steinway & Sons – das Herzstück der Reise
Der Freitagvormittag gehörte dem absoluten Highlight der gesamten Clubreise: der Führung durch die Steinway-Manufaktur in Hamburg-Bahrenfeld.

Zwei Stunden lang begleiteten wir einen Konzertflügel durch alle Stationen seiner Entstehung – von der Holzauswahl und der Biegung der Zargen über den Aufbau des Resonanzbodens und die Mechanik bis zur finalen Intonation und Stimmung. Was dabei besonders beeindruckte: Steinway fertigt noch heute in echter Handarbeit. Seit dem ersten Patent im Jahr 1857 hat das Unternehmen über 140 weitere angemeldet – jedes einzelne davon mit dem Ziel, den perfekten Klang ein weiteres Stück näher heranzuholen.
Zum Abschied wartete auf jede und jeden von uns eine besondere Erinnerung: ein Original-Hämmerchen aus der Mechanik eines Steinway-Flügels – ein kleines Stück Musikgeschichte, das nun in Bonner Wohnzimmern zu Hause ist.
Freitag: Airbus in Finkenwerder
Am Nachmittag folgte der industrielle Kontrapunkt: die Werksbesichtigung bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder. Wo am Vormittag ein einzelner Handwerker über Wochen an einem Instrument arbeitete, entstehen hier in riesigen Hallen die Rumpfsektionen für Passagierflugzeuge, die Millionen Menschen rund um die Welt tragen. Zwei Welten – beide faszinierend.
Das Abendessen fand traditionsgemäß nah am Wasser statt: in der Alt Helgoländer Fischerstube direkt am Fischmarkt, mit norddeutschen Klassikern auf dem Teller und Hamburg-Atmosphäre pur.
Samstag: Blankenese, Brauerei und mehr
Der Samstag bot zunächst freie Zeit für eigene Entdeckungen – ob Flanieren durch das elegante Eppendorf mit seinen Cafés und Boutiquen oder Bummeln im Passagenviertel rund um den Neuen Wall.
Am Nachmittag führte uns der Weg nach Blankenese: Führung durch das legendäre Treppenviertel mit seinen rund 5.000 Stufen, verwinkelt-malerischen Gassen und kleinen Villen am Elbhang – eine der schönsten Ecken der Stadt, weit weg vom Großstadttrubel.
Den geselligen Abschluss des Abends bildete eine Brotzeit im Gröninger Braukeller, urkundlich erstmals um 1260 erwähnt und damit der älteste Gasthof Hamburgs. Seit 1793 wird hier nach traditioneller Rezeptur gebraut – das merkten wir.
Sonntag: Fischmarkt und Rathaus
Wer am Sonntag den Wecker auf 5:09 Uhr gestellt hatte, wurde belohnt: Der Hamburger Fischmarkt in Altona ist ein Erlebnis, das man nicht einfach beschreiben kann – man muss dabei gewesen sein. Schlagfertige Marktschreier, frischer Fisch, Obstberge, das Treiben am frühen Morgen direkt an der Elbe. Spätestens hier war klar, warum Hamburg für Besucher aus aller Welt ein eigenes Kapitel verdient.
Nach dem Frühstück im Hotel und der Gepäckaufgabe am Bahnhof Dammtor stand noch eine Führung durch das Hamburger Rathaus auf dem Programm – eines der prachtvollsten Neorenaissance-Gebäude Deutschlands, erbaut zwischen 1886 und 1897, mit seinem 112 Meter hohen Turm eine unübersehbare Landmarke der Stadt.
Am späten Nachmittag trat die Gruppe die Heimreise an – klimaschonend per ICE zurück nach Köln, von wo aus die individuelle Weiterfahrt nach Bonn erfolgte.
Fazit
Hamburg hat uns viel gegeben: handwerkliche Perfektion bei Steinway, industrielle Dimension bei Airbus, Geschichte im Gröninger und am Rathaus, Lebendigkeit am Fischmarkt und an der Elbe. Und vor allem: vier gemeinsame Tage, die in bester Lions-Tradition Gemeinschaft, Neugier und Freude verbinden.
Wir freuen uns auf die nächste Clubreise – und auf das nächste kleine Stück Geschichte in unseren Händen. Unser herzlicher Dank gilt Club-Master Klaus für die fantastische Organisation dieser Reise – und natürlich unserem Präsidenten Andreas.